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Firma kaufen in der Schweiz

Wir führen keine Liste von Firmen und veröffentlichen keine Verkaufsmandate. Was wir aufnehmen, ist Ihr Suchprofil. Ob und wann sich daraus ein Gespräch ergibt, hängt davon ab, ob ein Inhaber mit passendem Profil den Schritt macht. Das ist weniger, als Ihnen andere versprechen, und es ist das, was wir halten können.

In welcher Rolle kaufen Sie?
Welchen Kaufpreis können Sie stemmen?

Ein Band genügt. Ohne Grössenordnung lässt sich ein Profil niemandem zuordnen, deshalb ist das Feld Pflicht und nicht optional.

Wie viel davon ist Eigenkapital?

Die Frage, die über eine Finanzierung entscheidet, und die Inhaber als Erstes stellen.

Wie konkret ist Ihr Zeitrahmen?
Haben Sie schon einmal ein Unternehmen übernommen?

Warum übernehmen und nicht gründen

Es gibt eine Zahl, die diese Frage weitgehend beantwortet: übernommene Unternehmen überleben die ersten fünf Jahre zu rund 95 Prozent, Neugründungen nur zu rund 50 Prozent.[3] Sie kaufen Kunden, Personal, Lieferanten und eine Zahlenreihe, die es bereits gibt, statt der Annahme, dass es sie geben wird. Was Sie dafür bezahlen, ist der Kaufpreis. Was Sie dafür leisten müssen, ist die Prüfung.

Der knappe Teil dieses Marktes ist der Käufer

Nach der Nachfolge-Analyse von Dun & Bradstreet vom März 2025 benötigen 90'667 Schweizer KMU in den nächsten Jahren eine Nachfolgeregelung, das sind 13.7 Prozent aller Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitenden.[2] Und fast ein Drittel der KMU verschwindet vom Markt, weil kein Nachfolger gefunden wird.[1]

Firmen, die eine Nachfolge brauchen, gibt es reichlich. Was fehlt, sind Käuferinnen und Käufer, die eine Übernahme wirklich stemmen können. Deshalb fragt das Formular oben nach Budget und Eigenkapital, bevor es nach allem anderen fragt.

Zwei Dinge, die vor die Unterschrift gehören

Bei einer GmbH entscheidet nicht nur der Verkäufer

Die Abtretung von GmbH-Stammanteilen bedarf der Schriftform nach Art. 785 OR und, soweit die Statuten nichts anderes vorsehen, der Zustimmung der Gesellschafterversammlung nach Art. 786 OR. Lehnt die Versammlung nicht innert sechs Monaten ab, gilt die Zustimmung nach Art. 787 OR als erteilt; danach wird der neue Gesellschafter ins Anteilbuch eingetragen und dem Handelsregister gemeldet.[4] Wer bei einer GmbH mit Mitgesellschaftern verhandelt, verhandelt also nicht nur mit der Person, die verkaufen will.

Wie Sie den Kauf finanzieren, kann den Verkäufer Steuern kosten

Das ist die Regel, die Übernahmen scheitern lässt, nachdem man sich über den Preis längst einig war. Beim Verkauf einer Beteiligung von mindestens 20 Prozent aus dem Privat- in das Geschäftsvermögen eines Dritten wird der Erlös steuerbar, soweit innert fünf Jahren nach dem Verkauf unter Mitwirkung des Verkäufers nicht betriebsnotwendige, ausschüttungsfähige Substanz ausgeschüttet wird.[5]

Übersetzt: wenn Sie die Übernahme aus dem Geld der gekauften Firma zurückzahlen wollen, kann das beim Verkäufer eine Steuerfolge auslösen, die er nicht eingeplant hat. Deshalb fragt ein erfahrener Verkäufer, wie Sie finanzieren, und deshalb ist die Antwort darauf Teil der Verhandlung und nicht eine Formalie danach.

Warum Sie von uns keine Liste bekommen

Ein Inhaber, der über einen Verkauf nachdenkt, will meistens eines nicht: dass Kunden, Mitarbeitende und Konkurrenten davon erfahren, bevor etwas entschieden ist. Eine Plattform, die Diskretion verspricht und gleichzeitig Objekte auslegt, verspricht zwei Dinge, die sich widersprechen. Wir haben uns für die Diskretion entschieden. Die Folge tragen Sie mit: Sie sehen keinen Katalog.

Was Sie stattdessen bekommen, ist ein Profil, das ernst genommen wird, wenn es so weit ist. Und die Werkzeuge, mit denen die Gegenseite rechnet: der KMU-Wert-Rechner arbeitet mit denselben Methoden, mit denen ein Verkäufer seinen Preis begründet, und für Praxis und Gastronomie tun das der Praxiswert-Rechner und der Gastrowert-Rechner. Wer weiss, wie die Gegenseite rechnet, verhandelt anders. Wie Inhaber ihrerseits nach Nachfolgern suchen, steht auf Nachfolger finden.

Häufige Fragen zum Firmenkauf

Kann ich bei Ihnen Firmen ansehen?

Nein, und das ist eine Entscheidung, kein Mangel. Wir führen keine Liste von Firmen und veröffentlichen keine Verkaufsmandate. Der Grund liegt auf der anderen Seite: ein Inhaber, der verkauft, will genau nicht, dass Kunden, Mitarbeitende und Konkurrenz davon lesen. Eine Plattform, die Diskretion verspricht und gleichzeitig Objekte auslegt, verspricht zwei Dinge, die sich widersprechen. Wir nehmen deshalb Ihr Suchprofil auf, und wenn ein Inhaber mit passendem Profil ein Gespräch will, melden wir uns.

Lohnt es sich, ein Unternehmen zu kaufen statt eines zu gründen?

Die Zahlen des KMU-Portals des Bundes sprechen deutlich: übernommene Unternehmen überleben die ersten fünf Jahre zu rund 95 Prozent, Neugründungen nur zu rund 50 Prozent. Sie kaufen einen laufenden Betrieb mit Kunden, Personal und Zahlen, die es schon gibt, statt eine Annahme darüber, dass es sie geben wird. Der Preis dafür ist der Kaufpreis, und die Arbeit dafür ist die Prüfung.

Wie viele Schweizer KMU suchen überhaupt eine Nachfolge?

Nach der Nachfolge-Analyse von Dun & Bradstreet vom März 2025 benötigen 90'667 Schweizer KMU in den nächsten Jahren eine Nachfolgeregelung, das sind 13.7 Prozent aller Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitenden. Gleichzeitig verschwindet nach dem KMU-Portal des Bundes fast ein Drittel der KMU vom Markt, weil kein Nachfolger gefunden wird. Der knappe Teil dieses Marktes ist also nicht das Angebot, sondern der geeignete Käufer.

Kann ich GmbH-Anteile einfach kaufen?

Nicht ohne Zustimmung. Die Abtretung von GmbH-Stammanteilen bedarf nach Art. 785 OR der Schriftform und, soweit die Statuten nichts anderes vorsehen, nach Art. 786 OR der Zustimmung der Gesellschafterversammlung. Lehnt die Versammlung nicht innert sechs Monaten ab, gilt die Zustimmung nach Art. 787 OR als erteilt; anschliessend wird der neue Gesellschafter ins Anteilbuch eingetragen und dem Handelsregister gemeldet. Bei einer AG ist die Übertragung freier, dafür entscheiden dort allfällige Vinkulierungsbestimmungen.

Warum fragt mich der Verkäufer, was ich nach dem Kauf mit dem Geld der Firma mache?

Weil sein Steuerergebnis von Ihrem Verhalten abhängt. Nach dem Kreisschreiben Nr. 14 der ESTV zur indirekten Teilliquidation wird beim Verkauf einer Beteiligung von mindestens 20 Prozent aus dem Privat- in das Geschäftsvermögen eines Dritten der Erlös steuerbar, soweit innert fünf Jahren nach dem Verkauf unter Mitwirkung des Verkäufers nicht betriebsnotwendige, ausschüttungsfähige Substanz ausgeschüttet wird. Wer als Käufer die Übernahme aus der Substanz der gekauften Firma finanzieren will, löst damit unter Umständen eine Steuerfolge beim Verkäufer aus. Das gehört vor die Unterschrift, nicht danach.

Was passiert mit meinem Suchprofil?

Es wird strukturiert erfasst und liegt bei uns. Es wird nicht veröffentlicht, nicht gelistet und nicht als Adressbestand weitergegeben. Wenn sich daraus ein Gespräch ergibt, fragen wir Sie vorher. Wenn sich nichts ergibt, hören Sie nichts von uns, und wir schreiben Ihnen auch keinen Newsletter.

Quellen

  1. Fast ein Drittel der KMU verschwindet vom Markt, weil kein Nachfolger gefunden wird (Studie 'KMU Nachfolge - Quo Vadis?' der Stiftung KMU Next, zitiert im KMU-Portal des Bundes). Quelle: KMU-Portal des Bundes (SECO): KMU in Zahlen, Nachfolgeregelungen. https://www.kmu.admin.ch/de/kmu-in-zahlen-nachfolgeregelungen (abgerufen 2026-08-10)
  2. 90'667 Schweizer KMU benötigen in den nächsten Jahren eine Nachfolgeregelung, das sind 13.7 Prozent aller Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitenden (Stand März 2025). Quelle: Dun & Bradstreet, Nachfolge-Analyse Schweiz, März 2025. https://www.dnb.com/de-ch/ueber-uns/news/nachfolge-kmu-schweiz-2025.html (abgerufen 2026-08-10)
  3. Übernommene Unternehmen überleben die ersten fünf Jahre zu rund 95 Prozent, Neugründungen nur zu rund 50 Prozent. Quelle: KMU-Portal des Bundes (SECO): KMU in Zahlen, Nachfolgeregelungen. https://www.kmu.admin.ch/de/kmu-in-zahlen-nachfolgeregelungen (abgerufen 2026-08-10)
  4. Die Abtretung von GmbH-Stammanteilen bedarf der Schriftform (Art. 785 OR) und, soweit die Statuten nichts anderes vorsehen, der Zustimmung der Gesellschafterversammlung (Art. 786 OR). Lehnt die Versammlung nicht innert sechs Monaten ab, gilt die Zustimmung als erteilt (Art. 787 OR); der neue Gesellschafter wird ins Anteilbuch eingetragen und dem Handelsregister gemeldet (Art. 790 OR). Quelle: Obligationenrecht OR (SR 220), Art. 785-790. https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/27/317_321_377/de (abgerufen 2026-08-10)
  5. Indirekte Teilliquidation: Beim Verkauf einer Beteiligung von mindestens 20 Prozent aus dem Privat- in das Geschäftsvermögen eines Dritten wird der Erlös steuerbar, soweit innert fünf Jahren nach dem Verkauf unter Mitwirkung des Verkäufers nicht betriebsnotwendige, ausschüttungsfähige Substanz ausgeschüttet wird (Art. 20a Abs. 1 lit. a DBG). Quelle: ESTV, Kreisschreiben Nr. 14 vom 6. November 2007 (indirekte Teilliquidation). https://www.estv2.admin.ch/dvs/kreisschreiben/dbst-ks-2007-1-014-d-de.pdf (abgerufen 2026-08-10)

Ein Profil, das ernst genommen wird, schlägt einen Katalog, den auch die Konkurrenz liest.